Viele Energieversorger bieten Ökostrom (oder Grünstrom) an, doch Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Diese Seite soll dir helfen einen Überblick zu bekommen worauf du achten kannst, damit du auch den Ökostrom bekommst, der deinen Qualitätsanforderungen entspricht und das bewirkt was du dir wünschst.

Hier ein paar Infos zu den Begriffen und Fragen, die im Zusammenhang mit Strom immer wieder auftauchen

Grundsätzlich gilt, dass dein Stromanbieter, über einen sogenannten Bilanzkreis, für jeden Viertelstundenabschnitt im Jahr nachweisen muss, dass er so viel Strom eingespeist hat wie seine Kunden in der gleichen Zeit verbraucht haben. Den Strom kann dein Versorger aus verschiedensten Quellen beziehen. Diese Stromquellen und der Preis machen gemeinsam die Merkmale des Stromtarifes aus.

Als Graustrom bezeichnet man einen Stromtarif, bei dem der Anbieter Strom aus verschiedensten Energieträgern und Kraftwerken zusammenmischt, meistens mit dem Ziel einen möglichst günstigen Einkaufspreis zu haben.

Grünstrom oder Ökostrom stammt hingegen ausschließlich aus Erneuerbaren Energien, die keine schädliche Klimawirkung haben. Hauptquellen sind Wasserkraftwerke, Sonnen- und Windenergie sowie Biomasse. Wenn dir also Klimaschutz wichtig ist, solltest du darauf achten Grünstrom einzukaufen.

Ein Teil Grünstrom ist übrigens in nahezu jedem Tarif. 30, 40 oder 50 Prozent Ökostromanteil sind nichts Besonderes. Lass dich davon also nicht täuschen.

Zuhause im Alltag merkst du nicht ob dein Strom aus Erneuerbaren Energien oder aus anderen Quellen stammt. Dein Stromversorger stellt sicher, dass du zu jeder Zeit soviel Strom hast wie du brauchst, ohne das du davon was mitbekommst.

Bei Ökostrom gibt es auch keine Schwankungen nur weil sich Sonne und Wolken abwechseln oder der Wind in Böen weht. Dies wird alles im Stromnetz oder schon bei der Einspeisung ausgeglichen, sodass immer die gewünschte Leistung bei dir abrufbar ist.

Was ist aber wenn alle Haushalte und Unternehmen plötzlich nur noch Ökostrom beziehen wollen? -> Genau darauf arbeiten wir hin! Derzeit ist es noch nicht möglich. Über ein ganzes Jahr gesehen wird erst ca. 40 % des deutschen Stromverbrauches durch Erneuerbare Energien im Inland erzeugt. Es ist also wichtig, dass dieser Anteil schnell größer wird und Speichermöglichkeiten geschaffen werden. Genau das förderst du mit dem richtigen Ökostromtarif.

Wie ein Wahlzettel? Wie bei einer Bundestagswahl? Ja genau, sieh es mal wie folgt:

Du bezahlst jeden Monat eine Stromrechnung. Dieses Geld bekommt ein Unternehmen, dem du damit indirekt zu verstehen gibst: „Danke für dein Produkt, gefällt mir, mach mehr davon.“ Die Firma, bezahlt von deinem Geld ihre Angestellten und alles was sie zur Produktion des Stroms und zum Transport bis zu dir nach Hause braucht. Sie bezahlt davon aber auch die Werbung für ihr Produkt und natürlich auch Lobbyarbeit, damit die Rahmenbedingungen passend bleiben um ihr Produkt weiterhin zu attraktiven Konditionen anbieten zu können. Betreibt ein Unternehmen also Kohlekraftwerke, wird es darauf hinarbeiten diese so lange wie möglich laufen zu lassen. Ein Unternehmen, welches ausschließlich erneuerbare Energien zur Stromerzeugung nutzt, hat Interesse diesen Bereich weiter auszubauen. Dementsprechend spielt es eine große Rolle, bei wem du deine Stromrechnung bezahlst.

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom

Zertifikate statt echter Ökostrom

Es gibt Grünstromtarife, bei denen es sich die Versorger einfach machen. Man könnte auch sagen sie sind lieblos zusammengestellt und haben mit Energiewende nichts zu tun.

Die Tarife werden häufig als 100 % Wasserkraft oder 100 % Wasserkraft aus Norwegen angeprisen und dürfen rein rechtlich auch so benannt werden. Doch was steckt wirklich dahinter? Und hattest du einen solchen Tarif auch schonmal?

In der Realität kauft der Energieversorger für einen solche Tarif Strom bei Kohle- oder Atomkraftwerken oder an Terminmärkten lange vor der Lieferung sehr preiswert ein. Außerdem kauft der Energieversorger in gleicher Menge Ökostromzertifikate, z.B. von Wasserkraftwerksbetreibern in Norwegen, weil die Zertifikate dort besonders wenig kosten. Es gibt auch noch die Variante mit Zeitgleichheit. Dabei muss nachgewiesen werden, dass das Ökostromzertifikat gleichzeitig mit der Kilowattstunde Strom entstanden ist, die es zu Ökostrom machen soll.

Diese Tarife sind oft sehr günstig, weil die Kraftwerke in Norwegen ohnehin existieren, zum großen Teil schon abbezahlt sind und sowieso Strom produzieren, wobei gleichzeitig die in Norwegen nutzlosen Zertifikate abfallen.

Und, erfüllt das deine Erwartungen an einen Ökostromtarif?

Ach und übrigens: In Deutschland kommt 4 % des tatsächlich eingespeisten Stroms aus Wasserkraft und es gibt kein nennenswertes Ausbaupotenzial. Alles andere kann also nur über Zertifikatehandel kommen.

zertifizierter Ökostrom mit Zubauarantie für erneuerbare Energien

Es gibt aber auch Grünstromprodukte, die reell etwas bewirken. Bei diesen wird ein Teil der Einnahmen pro Kilowattstunde in den Ausbau erneuerbarer Energien reinvestiert und nicht einfach an Aktionäre, Muttergesellschaften oder die Führungsetage ausgeschüttet. Dadurch trägt jede verbrauchte Kilowattstunde auch dazu bei, dass die Energiewende weiter voranschreitet.

Erkennen kann man solche Stromprodukte am „Grüner Strom Label“ oder am „OK Power Label“. Natürlich gibt es auch Stromanbieter, die ohne diese Zertifikate so verfahren. Diese sind jedoch selten und du musst dem Anbieter wirklich vertrauen können, denn niemand kontrolliert dessen Angaben für dich.

Ein Nachteil bleibt jedoch auch bei diesen Stromtarifen: Der Energieversorger kann neben dem Ökostromprodukt noch weitere Stromtarife haben, Erdgas verkaufen und Beteiligungen an Kraftwerken besitzen. Solange diese Dinge Gewinne abwerfen, besteht ein Interessenkonflikt.

Glaubst du dass die Geschäftsführung gegen diese altbekannten Gewinnquellen agiert, wenn sie am Jahresergebnis gemessen wird und für gute Geschäftszahlen einen Bonus erhält?

Ein weiterer Nachteil ist, das viele Energieversorger anteilig anderen Unternehmen aus der Energiebranche gehören. Im Münsterland hält z.B. RWE (oder seine Tochtergesellschaften) noch Anteile an vielen Stadtwerken, erhält dadurch einen Anteil der Gewinne und hat ein gewisses Mitspracherecht.

Wenn du also ganz sicher gehen willst, dass dein Geld nicht an große Stromkonzerne fließt sondern zu 100 % die Energiewende voranbringt, dann gibt es die folgende Möglichkeit für dich.

Ökostrom mit Ausbaugarantie und ohne Verbindung zu fossilen Energien

Grünstrom, der unserer Meinung nach die höchste Qualität und den größten Mehrwert für dich als Befürworter/in der Energiewende hat, ist echter Ökostrom von einem reinen Ökostromanbieter.

„Echter Ökostrom“ ist für uns Strom aus erneuerbaren Quellen, der tatsächlich für dich eingespeist wird und nicht nur als Zertifikat auf dem Papier existiert. Und mit „reiner Ökostromanbieter“ meinen wir Unternehmen, die keinerlei Beteiligungen an Kohle-, Gas- oder Atomkraftwerken oder deren Betreiberfirmen haben und selber ausschließlich Ökostrom anbieten, keine anderen Stromprodukte.

Warum das wichtig ist? Weil deine Interessen mit den Interessen eines solchen Stromanbieters sehr gut übereinstimmen. Ihr verfolgt das gleiche Ziel. Ihr wollt beide eine Energiewende hin zu 100 % erneuerbaren Energien voranbringen. Und wenn ihr das gleiche Ziel verfolgt, kannst du dir sicher sein, dass dein Geld, das du mit deinen monatlichen Abschlägen zahlst, auch für den richtigen Zweck arbeitet.

So stellst du sicher, dass dein Geld zu 100 % die Energiewende voranbringt.

Jetzt weißt du, welche Unterschiede es bei Ökostromtarifen gibt und wie du damit die Energiewende fördern kannst. Im Folgenden stellen wir dir unseren Bürgerstrom für das Münsterland vor, mit dem wir gemeinsam an der Energiewende arbeiten können.

Das Besondere an "Bürgerstrom für das Münsterland"

Der größte Teil der bisherigen Energiewende im Strombereich ist den ganz normalen Bürgern zu verdanken. Sie haben Photovoltaikanlagen auf ihre Dächer gebaut oder sich zu Energiegenossenschaften zusammengeschlossen um gemeinsam in Energiewende zu investieren.

Über 90 dieser Energiegenossenschaften, mit insgesamt mehr als 15.000 Mitgliedern, haben sich zu einer sogenannten Dachgenossenschaft, den Bürgerwerken, zusammengeschlossen um ihren Strom, den Bürgerstrom, an andere Bürger verkaufen zu können. Der Bürgerstrom für das Münsterland kommt also aus dieser starken Gemeinschaft mit ganz vielen einzelnen Genossenschaften die über ganz Deutschland verteilt die Energiewende vorantreiben – und die Gemeinschaft wächst stetig weiter.

Die Gewinne, die mit dem Stromvertrieb erzielt werden, fließen zurück an die Genossenschaften, wo damit weitere Projekte umgesetzt werden können.

So beschleunigt deine Stromrechnung die Energiewende!

Doch welchen Strom beziehst du nun genau? Unser Stromtarif besteht aus Sonnen- und Windstrom, der zu 100 % von den Mitgliedsgenossenschaften der Bürgerwerke stammt. Dieser wird ergänzt durch Wasserkraft aus Bayern.

So stellen wir sicher, dass 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr immer genauso viel Strom aus unseren Stromquellen eingespeist wird, wie unsere Kunden im jeweiligen Moment verbrauchen. Je mehr Kunden sich für „Bürgerstrom für das Münsterland“ entscheiden, desto mehr Strom können wir einspeisen und desto mehr können die Genossenschaften zubauen.

Nochmal kurz in Stichworten zusammengefasst:

  • Sonnen- und Windstrom aus Bürgeranlagen plus Wasserkraft aus Bayern
  • Ausbau Erneuerbarer Energien durch Bürger garantiert echte Energiewende
  • unabhängig vom EEG
Darum finden wir Bürgerstrom wichtig

Die Bundespolitik schafft derzeit leider nicht die Voraussetzungen, die Energiewende zu beschleunigen und damit die Klimaschutzziele von Paris einzuhalten. Große Energiekonzerne und auch Stadtwerke, stellen ihre Strom- und Wärmeerzeugung, wenn überhaupt, nur sehr langsam und zu kleinen Teilen auf Erneuerbare Energien um. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, doch uns ist z.B. kein Stadtwerk im Münsterland bekannt, welches sich selbst ein bestimmtes Enddatum für den Vertrieb von fossilen Energien gesetzt hat und parallel klare Ausbauziele bei den Erneuerbaren verfolgt.

Dann machen wir es eben selber...

Aus diesen Gründen glauben wir, dass die Energiewende nur zu einem schnellen Erfolg kommen kann, wenn die die sie wollen, d.h. die meisten Bürger sowie viele kleine und mittelständische Unternehmen im Münsterland, sie auch selbst in die Hand nehmen.

Daher:

1. Schritt: „Bürgerstrom für das Münsterland“ Kunde werden indem du unseren einfachen und sicheren Wechselservice nutzt. Wenn du auf das orangene Feld klickst kommst du zu unserem Tarifrechner, mit dem du deinen Bürgerstrom-Preis ermitteln kannst.

Und das kannst du sonst noch tun:

  • Überzeuge Familie, Freunde und Nachbarn ebenfalls guten Ökostrom zu beziehen, natürlich gerne auch Bürgerstrom für das Münsterland
  • Nutze dein Dach oder deinen Balkon um mit Photovoltaik selber Strom zu erzeugen!
  • Beteilige dich an einer Bürgerenergiegenossenschaft, die größere PV- oder Windkraftanlagen baut!
  • Misch dich politisch ein, um die notwendigen Voraussetzungen für eine schnelle Energiewende in Strom, Wärme und Mobilität zu schaffen! Auch die vielen Protestbewegungen, die sich derzeit für mehr Klimaschutz einsetzen, können jederzeit Unterstützung bei verschiedensten Aufgaben brauchen.
  • ... und Vieles mehr ...

Werde aktiv!
Jeder Schritt bringt uns einen Schritt näher zum Ziel!

Kontakt
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Kontakt:

Fragen zum Bürgerstrom? Dies ist der Wechselservice bei den Bürgerwerken:

Sabrina Weiß

Mo - Fr, 8 - 17:30 Uhr

Telefon: 06221 39289 20

 

Uns Visioneere erreichst du wie folgt:

Email: kontakt@buergerstrom-muensterland.de

Telefon: +49 (0)170 4190206

Wann?

Immer, aber am besten nachmittags, abends und am Wochenende.

 

 

Wir freuen uns von euch zu hören,

Marcel, Rüdiger und Klaus